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Thema 3

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Und schon wieder wirft er alles über den Haufen, was ich mir vorgenommen habe. Ich habe mir gesagt "Nie wieder". Und was ist jetzt? Dann kommt er wieder an, ist so, wie ich mich in ihn verliebt habe, beteuert, wie leid es ihm tut, berührt mich mit seinen Worten, sagt, wie sehr er mich vermisst hat in den drei Wochen und wie gerne er schon vorher mit mir gesproche hätte, es sich aber einfach nicht traute. Er sieht ein, dass es falsch war, was er getan hat, aber macht es das wieder gut? Eigentlich nicht. Eigentlich ist es nicht zu entschuldigen, wie er mich behandelt hat. Aber ich kann nicht anders. Dann steht er vor mir mit seinem Hundeblick... Und es tut so gut ihn in meiner Nähe zu wissen. Es tut so gut wieder mit ihm reden zu können, mit ihm lachen zu können, ganz normal mit ihm umgehen zu können. Er weiß einfach, wie er mich zum Lachen bringen kann. Ich war so sauer, als ich das erste Mal wieder seine Stimme am Telefon gehört habe, hätte ihm am liebsten alles vor die Füße gekotzt. Ich war stolz auf mich kühl und sachlich zu klingen. Eigentlich wollten wir nur Sachen austauschen, ich hatte das zumindest vor, doch er meinte gleich am Telefon ich solle mir ein bisschen Zeit nehmen, er wolle mit mir reden. Ich wollte nicht mit ihm reden, wollte nichts hören über sie und schon gar keine Entschuldigungen. Doch es war mir eh schon klar, dass es nicht so verlaufen würde. Ich wusste, dass ich meine Fassade nicht aufrecht erhalten könnte, wenn er vor mir steht. Und so kam es. Wir trafen uns bei ihm, weil er nicht mehr Auto fahren wollte, da er schon ein Bier getrunken hatte. Ich fragte ihn weshalb er überhaupt etwas trinken würde, wenn er sich mit mir treffen will... Mut antrinken war seine Antwort. Männer... Er wollte doch reden, er wollte sich treffen und alles klar stellen, er hat mich angerufen, nicht ich ihn... Aber Mut brauchte er wirklich. Nunja... Ich fuhr also zu ihm, klingelte und lief in den obersten Stock. Ich fühlte die Tränen immer weiter hoch kommen und noch bevor ich oben angekommen war, flossen erste vereinzelte Tränen über meine Wangen. Er machte auf, wollte mich in den Arm nehmen, mich küssen. Aber ich konnte das nicht. Ich hätte ihn gerne umarmt, aber es fühlte sich in dem Moment einfach so falsch an, so unglaublich falsch. Ich wollte ihn nicht an mich ran lassen, wollte nicht, dass er gewinnt, wollte nicht, dass er wieder die Macht über mich hat. Wir saßen auf seinem Bett, redeten lange bis tief in die Nacht. Er entschuldigte sich tausend Mal, sagte er wüsste, dass es eigentlich nicht zu entschuldigen sei, was er getan hat und dass er verstehen würde, wenn ich ihm nicht verzeihen könnte, aber ich habe ihm so gefehlt. Er meinte, er hätte gemerkt, dass er ohne mich nicht mehr der selbe sei. Sein Leben würde Kopf stehen im Moment, nichts würde ihm gelingen und dass er mich verletzt hätte, sei das schlimmste. Ich sei das süßeste Mädchen, das er je kennengelernt habe. Ich hätte etwas viel besseres verdient als ihn, er sei ein Arschloch, der nie mit dem zufrieden sein kann, was er hat und der immer erst zu spät merkt, wenn er scheiße baut. Er könne nicht verstehen, weshalb ich überhaupt gekommen bin zu diesem treffen, da er das überhaupt nicht verdient hätte, aber ich sei einfach ein herzensguter Mensch. Er habe noch nie einen so liebenswerten und hilfsbereiten Menschen getroffen wie mich. Mein ganz besonderes Talent sei es für andere Menschen da zu sein... Worte über Worte... Vielleicht kann man es als ein Talent bezeichnen immer für andere Menschen da zu sein, aber ist dies wirklich so ein großes Talent, wenn man sich selbst darüber vergisst. Er weinte bitterlich und was tat ich? Ich nahm ihn in den Arm, tröstete ihn, sprach ihm gut zu... Und wie sah es in mir drinne aus? Wenn ich so drüber nachdenke... Die ganze Zeit sprach er nur von sich, wie sehr ER mich vermisste, wie sehr ich IHM fehlte, wie weh es IHM tat, wie sehr ER unter der Situation gelitten hat. Dabei bin doch ich das Opfer und er der Täter oder nicht? Verkehrte Welt... Und trotzdem war ich wieder mal für ihn da, habe ihn beruhigt und irgendwann sind wir nebeneinander eingeschlafen. Ich muss zugeben, dass ich es genossen habe in seinen Armen zu liegen, seinen Atem zu hören bzw. sein Schnarchen =) Es war einfach wie immer. Gegen Ende redeten wir nicht über uns, sondern über alles möglich, was wir erlebt hatten und in der Zeit einfach nicht loswerden konnten. Wir redeten über alltägliche Dinge, lachte über Dinge, über die wir immer lachten, neckten uns und fühlten uns wie immer. Es war diese Geborgenheit, die mich für einen Moment glücklich sein ließ.

Seitdem haben wir uns weitere 4 Mal getroffen und viel telefoniert. Ich merke, dass er weiter machen will wie vorher, aber ich kann das nicht. So sehr ich es auch liebe in seiner Nähe zu sein, da sind so viele Dinge unausgesprochen geblieben, die mir auf dem Herzen liegen. Und ich werde diese Angst nicht los. Ich will nicht wieder ausrangiert werden. Ich will, dass er mich in sein Leben integriert, wenn er mich wirklich will. Ich weiß, dass er an mir hängt und nicht von mir loskommt. Aber ich will, dass er zu mir steht. Ich verstehe sein Problem nicht, denn ich kenne seine Freunde gut und ich mag sie und auch sie mögen mich, ich bin ein recht umgänglicher Mensch und man muss sich wirklich nicht für mich schämen. Also kann da doch nur sie dahinter stecken oder? Er beteuert keinen Kontakt mehr zu ihr zu haben, aber das hat er auch vor einem halben Jahr schon gesagt und was war dann... dieses Fiasko hier... Naja, abwarten und Tee trinken nicht wahr. Ich versuche mein Leben nicht mehr so abhängig von ihm werden zu lassen. Ich mache viel mehr mit meinen Freunden, lese viel und stecke zur Zeit auch schon tief in den Recherchen für nächstes Jahr. Es gilt langsam sich zu bewerben, um einen Platz für einen Freiwilligendienst im Ausland zu ergattern. Da gibt es so ein tolles Projekt von unserer Regierung, mal sehen, ob ich da genommen werde. Ich grade total im Reisefieber und hoffe so sehr, dass alles klappt und ich nächstes Jahr in Südafrika, China, Indien o.ä. bin. =)

Jetzt geht es erstmal in die Stadt mit Sarah, Geschenke shoppen für Freunde, die alle im Juli Geburtstag zu haben scheinen. Heute Abend wollte er irgendwann nochmal anrufen, denn er fährt morgen bis Sonntag mit einem Freund in Urlaub. Mal gucken, was sich noch so ergibt. Ich muss lernen lockerer zu werden und mir nicht immer über alles so viele Gedanken zu machen. Im Grunde ist das Leben doch schön und verdammt lebenswert und eigentlich tut es mir doch auch so wahnsinnig gut ihn wieder in diesem Leben zu wissen.

15.7.08 13:49
 


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