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Thema 3

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Und schon wieder ist alles anders. Irgendwann drehe ich nochmal komplett durch und bekommen einen Herzinfarkt.

Ich musste ja heute Abend arbeiten. Das war eigentlich ganz entspannt, weil nicht viel los war. Nach drei Stunden langeweilen, aber 22,86 € reicher, war ich grade auf dem Weg zu meinem Auto, als mein Handy klingelte. Wer war es? Natürlich er, immer dann wenn ich am wenigsten mit ihm rechne, meldet er sich.

"Ich muss dir was sagen und ich habe nichts getrunken", so fing er an. "Ich liebe dich." Daraufhin fragte ich ihn, ob er sich sicher sei, nichts getrunken zu haben. Er hat wirklich nichts getrunken und rief aus einer Telefonzelle an, da er sein handy ja nicht mitgenommen hat. Er sagte, er habe auf der Fahrt nach Österreich viel darüber nachgedacht und viel mit Bernd darüber gesprochen. Er weiß, dass er Mist gebaut hat, aber wusste einfach manchmal nicht, was er wollte. "Fast ein Jahr lang!?" fragte bzw. stellte ich fest. Das mit mir war falsch und er hätte sich darauf nicht immer wieder einlassen sollen, aber er wüsste nun was er wolle und das bin ich. Er hat mindestens fünf Mal wiederholt, dass er mich liebt. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Wieso ruft er mich an und sagt mir dass er mich liebt? Wieso macht er das, wenn er kein Handy bei sich hat, für mich also nicht erreichbar ist und noch bis Sonntag weg ist. Er kommt jetzt nämlich doch Sonntagnacht schon wieder, weil sie ihren Wien-Trip ein paar Tage nach vorne verschoben haben. Oh man, ich will dass er jetzt hier ist. Ich mag ihm in die Augen schauen. Ich mag, dass er mir in die Augen schaut und mir dann sagt, was er wirklich denkt und fühlt und will und und und... Aber nein, er ist hunderte Kilometer entfernt, ruft an, sagt, dass er mich liebt und lässt mich damit dann einfach alleine. Das Gespräch ging nur ungefähr 4 Minuten, weil dann das Geld leer war und er kein Kleingeld mehr hatte. Jetzt sitze ich hier, aber Sex and the City nebenbei laufen und bin überfordert mit meinen Gefühlen. Wobei... Vielleicht ist es ja auch besser, dass er erstmal nicht da ist und ich mich sammeln kann, um mir zu überlegen, was ich ihm sagen werde... Obwohl ich ja eh schon weiß, dass es dann nie diese Worte sind, die ich ihm wirklich sage, weil ich eh aufhöre zu denken, sobald er in meiner Nähe ist.

Aber vielleicht bedeutet dieses >>Geständnis<< seinerseits auch, dass er mich in sein Leben integrieren wird? Dass ich nicht mehr heimlich Teil seines Lebens bin... Ach ich weiß auch nicht... Ich bin verwirrt. Einerseits bin ich total euphorisch und andererseits fühl ich mich grade verdammt alleine... Alle meine Freunde sind gerade ohne mich unterwegs , weil ich noch arbeiten musste und er ist weg... Ich dreh durch, ich brauche jemanden zum Reden... Ich sollte schlafen...

Verwirrung

17.7.08 00:01


neverending story

Eins muss ich noch kurz loswerden. Gestern am Telefon sagte er etwas so passendes. Er betitelte unsere "Beziehung" als eine

>>Neverending Story<<

Ich finde, das trifft es perfekt.

16.7.08 18:25


Jetzt ist er erstmal eine Woche weg. Wahrscheinlich kommt er nächsten Mittwoch zurück, er wusste es noch nicht genau, weil die beiden nochmal nach Wien fahren wollen nen Kumpel besuchen, wenn sie eh schon in Österreich sind. Eine Woche ohne Kontakt, denn er hat sein Handy nicht dabei, hat Angst angerufen zu werden und dafür Geld auszugeben. Ist wahrscheinlich auch besser so, dann kann ich erstmal eine Woche nachdenken. Telefonieren gestern mit ihm war wunderschön. Es tut so gut mit ihm zu reden. Hab mir heute Nacht den Wecker extra auf 4 Uhr gestellt, um ihn anzurufen, damit er aufwacht. Er musste schon um 5 Uhr los und hätte auf jeden Fall verschlafen, weil er eigentlich immer grundsätzlich verschläft. So, jetzt muss ich gleich arbeiten gehen und habe gar keine Lust. Habe schon den ganzen Tag Kopfschmerzen und bin extrem unmotiviert. Heute ist einfach nicht mein Tag. Aber.. Ich freu mich auf morgen Abend, erst Mongolisch essen und dann feiern mit meinen Mädels...

16.7.08 18:22


Tolles neues Outfit für Donnerstag gekauft. Partyabend mit meinen Mädels. Ich freu mich Vorhin nochmal bei Carmen gewesen, ihr ein Eis vorbei gebracht und kurz mit ihr gequatscht, weil sie sich jetzt gerade schon im Auto auf den Weg nach Ungarn befindet. Bin so froh, dass es sie gibt. Sie war im letzten Monat immer für mich da und hat mich immer wieder aufgemuntert und es geschafft, dass ich ihn wenigstens für ein paar Stündchen mal vergesse. Ich bin gespannt, ob er wirklich nochmal anruft heute Abend. Ehrlich gesagt glaube ich nicht mehr dran, denn er fährt  morgen schon um 6 Uhr los und muss dementsprechend früh aufstehen. Jetzt ist es schon knapp 00.00 Uhr und er liegt bestimmt schon in seinem Bett und schläft oder ist noch mit seinem besten Kumpel unterwegs. Naja, vielleicht tut so 'ne knappe Woche Abstand auch mal ganz gut. Eine Woche in der ich mich mal nur um mich kümmern kann. Ich freue mich auf's Lesen und mit meinen Mädels treffen. Allerdings muss ich morgen den ganzen Tag arbeiten. Von 13.30 - 22.00 Uhr, ich habe überhaupt keine Lust. Naja, ich werd's überleben. Ich weiß ja wofür ich es tue... Dieses Thema darf ich übrigens vor ihm auch nicht ansprechen. Vor einem Monat wollte er mich aus seinem Leben streichen und hat mich ignoriert und jetzt reagiert er sehr gereizt, wenn ich davon erzähle, wie ich alles plane für nächstes Jahr. Er will nicht hören, dass ich für ein Jahr weg will und kann es auch irgendwie nicht verstehen. Ich weiß selbst, dass das unser Ende bedeutet, aber ich bleibe für keinen Kerl der Welt hier, denn ich weiß ebenso gut, wie unbeständig das mit ihm schon die ganze Zeit ist und dafür setze ich nicht solche Erfahrungen auf's Spiel. Ich freue mich auf dieses Jahr. Ich möchte Gutes tun, möchte helfen und anderen Menschen somit ihr Leben vielleicht wenigstens ein bisschen lebenswerter machen. Ich denke, dass es mich erfüllen wird. Und er wird es auch irgendwann noch verstehen. Er sagt, er hat Angst vor diesem Tag, er möchte mich nicht verlieren, möchte nicht, dass ich nicht mehr in seinem Leben bin. Aber so ein Jahr bedeutet doch nicht automatisch, dass man nie wieder Kontakt haben wird oder? Ich weiß zwar, dass das unsere "Beziehung", insofern wir eine haben, nicht überstehen würde und dass er mit Sicherheit eine andere kennen lernen würde, da er schon irgendwie ein Mädelstyp ist und er genügend Angebote bekommt und außerdem nicht gerne alleine ist. Er kann nicht alleine sein, also würde er auch nicht auf mich warten, was ich auch gar nicht von ihm verlangen würde, da ich nicht wüsste, ob ich es könnte. Vielleicht würde ich keinen anderen Mann kennenlernen, allerdings entwickelt man sich doch einfach in eine andere Richtung in so einem Jahr, in dem man weit weg ist von seiner Familie und seinen Freunden und auf seine eigenen Beine gestellt ist. Allerdings möchte ich ihn dadurch nicht verlieren. Ich hoffe er legt sich bis dahin endlich mal eine E-Mail-Adresse an, denn ich möchte ihn an meinen Erlebnissen teilhaben lassen und so bin ich doch immer noch irgendwie immer ein wenig bei ihm. So weiß er immer wie es mir ergeht und ich bin immer noch Teil seines Lebens.

OK, gerade hat er angerufen. Wir telefonieren jetzt... Oh man... Er macht mich wahnsinnig...

16.7.08 00:08


Und schon wieder wirft er alles über den Haufen, was ich mir vorgenommen habe. Ich habe mir gesagt "Nie wieder". Und was ist jetzt? Dann kommt er wieder an, ist so, wie ich mich in ihn verliebt habe, beteuert, wie leid es ihm tut, berührt mich mit seinen Worten, sagt, wie sehr er mich vermisst hat in den drei Wochen und wie gerne er schon vorher mit mir gesproche hätte, es sich aber einfach nicht traute. Er sieht ein, dass es falsch war, was er getan hat, aber macht es das wieder gut? Eigentlich nicht. Eigentlich ist es nicht zu entschuldigen, wie er mich behandelt hat. Aber ich kann nicht anders. Dann steht er vor mir mit seinem Hundeblick... Und es tut so gut ihn in meiner Nähe zu wissen. Es tut so gut wieder mit ihm reden zu können, mit ihm lachen zu können, ganz normal mit ihm umgehen zu können. Er weiß einfach, wie er mich zum Lachen bringen kann. Ich war so sauer, als ich das erste Mal wieder seine Stimme am Telefon gehört habe, hätte ihm am liebsten alles vor die Füße gekotzt. Ich war stolz auf mich kühl und sachlich zu klingen. Eigentlich wollten wir nur Sachen austauschen, ich hatte das zumindest vor, doch er meinte gleich am Telefon ich solle mir ein bisschen Zeit nehmen, er wolle mit mir reden. Ich wollte nicht mit ihm reden, wollte nichts hören über sie und schon gar keine Entschuldigungen. Doch es war mir eh schon klar, dass es nicht so verlaufen würde. Ich wusste, dass ich meine Fassade nicht aufrecht erhalten könnte, wenn er vor mir steht. Und so kam es. Wir trafen uns bei ihm, weil er nicht mehr Auto fahren wollte, da er schon ein Bier getrunken hatte. Ich fragte ihn weshalb er überhaupt etwas trinken würde, wenn er sich mit mir treffen will... Mut antrinken war seine Antwort. Männer... Er wollte doch reden, er wollte sich treffen und alles klar stellen, er hat mich angerufen, nicht ich ihn... Aber Mut brauchte er wirklich. Nunja... Ich fuhr also zu ihm, klingelte und lief in den obersten Stock. Ich fühlte die Tränen immer weiter hoch kommen und noch bevor ich oben angekommen war, flossen erste vereinzelte Tränen über meine Wangen. Er machte auf, wollte mich in den Arm nehmen, mich küssen. Aber ich konnte das nicht. Ich hätte ihn gerne umarmt, aber es fühlte sich in dem Moment einfach so falsch an, so unglaublich falsch. Ich wollte ihn nicht an mich ran lassen, wollte nicht, dass er gewinnt, wollte nicht, dass er wieder die Macht über mich hat. Wir saßen auf seinem Bett, redeten lange bis tief in die Nacht. Er entschuldigte sich tausend Mal, sagte er wüsste, dass es eigentlich nicht zu entschuldigen sei, was er getan hat und dass er verstehen würde, wenn ich ihm nicht verzeihen könnte, aber ich habe ihm so gefehlt. Er meinte, er hätte gemerkt, dass er ohne mich nicht mehr der selbe sei. Sein Leben würde Kopf stehen im Moment, nichts würde ihm gelingen und dass er mich verletzt hätte, sei das schlimmste. Ich sei das süßeste Mädchen, das er je kennengelernt habe. Ich hätte etwas viel besseres verdient als ihn, er sei ein Arschloch, der nie mit dem zufrieden sein kann, was er hat und der immer erst zu spät merkt, wenn er scheiße baut. Er könne nicht verstehen, weshalb ich überhaupt gekommen bin zu diesem treffen, da er das überhaupt nicht verdient hätte, aber ich sei einfach ein herzensguter Mensch. Er habe noch nie einen so liebenswerten und hilfsbereiten Menschen getroffen wie mich. Mein ganz besonderes Talent sei es für andere Menschen da zu sein... Worte über Worte... Vielleicht kann man es als ein Talent bezeichnen immer für andere Menschen da zu sein, aber ist dies wirklich so ein großes Talent, wenn man sich selbst darüber vergisst. Er weinte bitterlich und was tat ich? Ich nahm ihn in den Arm, tröstete ihn, sprach ihm gut zu... Und wie sah es in mir drinne aus? Wenn ich so drüber nachdenke... Die ganze Zeit sprach er nur von sich, wie sehr ER mich vermisste, wie sehr ich IHM fehlte, wie weh es IHM tat, wie sehr ER unter der Situation gelitten hat. Dabei bin doch ich das Opfer und er der Täter oder nicht? Verkehrte Welt... Und trotzdem war ich wieder mal für ihn da, habe ihn beruhigt und irgendwann sind wir nebeneinander eingeschlafen. Ich muss zugeben, dass ich es genossen habe in seinen Armen zu liegen, seinen Atem zu hören bzw. sein Schnarchen =) Es war einfach wie immer. Gegen Ende redeten wir nicht über uns, sondern über alles möglich, was wir erlebt hatten und in der Zeit einfach nicht loswerden konnten. Wir redeten über alltägliche Dinge, lachte über Dinge, über die wir immer lachten, neckten uns und fühlten uns wie immer. Es war diese Geborgenheit, die mich für einen Moment glücklich sein ließ.

Seitdem haben wir uns weitere 4 Mal getroffen und viel telefoniert. Ich merke, dass er weiter machen will wie vorher, aber ich kann das nicht. So sehr ich es auch liebe in seiner Nähe zu sein, da sind so viele Dinge unausgesprochen geblieben, die mir auf dem Herzen liegen. Und ich werde diese Angst nicht los. Ich will nicht wieder ausrangiert werden. Ich will, dass er mich in sein Leben integriert, wenn er mich wirklich will. Ich weiß, dass er an mir hängt und nicht von mir loskommt. Aber ich will, dass er zu mir steht. Ich verstehe sein Problem nicht, denn ich kenne seine Freunde gut und ich mag sie und auch sie mögen mich, ich bin ein recht umgänglicher Mensch und man muss sich wirklich nicht für mich schämen. Also kann da doch nur sie dahinter stecken oder? Er beteuert keinen Kontakt mehr zu ihr zu haben, aber das hat er auch vor einem halben Jahr schon gesagt und was war dann... dieses Fiasko hier... Naja, abwarten und Tee trinken nicht wahr. Ich versuche mein Leben nicht mehr so abhängig von ihm werden zu lassen. Ich mache viel mehr mit meinen Freunden, lese viel und stecke zur Zeit auch schon tief in den Recherchen für nächstes Jahr. Es gilt langsam sich zu bewerben, um einen Platz für einen Freiwilligendienst im Ausland zu ergattern. Da gibt es so ein tolles Projekt von unserer Regierung, mal sehen, ob ich da genommen werde. Ich grade total im Reisefieber und hoffe so sehr, dass alles klappt und ich nächstes Jahr in Südafrika, China, Indien o.ä. bin. =)

Jetzt geht es erstmal in die Stadt mit Sarah, Geschenke shoppen für Freunde, die alle im Juli Geburtstag zu haben scheinen. Heute Abend wollte er irgendwann nochmal anrufen, denn er fährt morgen bis Sonntag mit einem Freund in Urlaub. Mal gucken, was sich noch so ergibt. Ich muss lernen lockerer zu werden und mir nicht immer über alles so viele Gedanken zu machen. Im Grunde ist das Leben doch schön und verdammt lebenswert und eigentlich tut es mir doch auch so wahnsinnig gut ihn wieder in diesem Leben zu wissen.

15.7.08 13:49


Ihn gestern im Getümmel wieder gesehen. Waren in der Innenstadt nach unserem Finaleinzug und es war klar, dass er auch da sein würde. Es tut so weh an ihm vorbei zu gehen ohne mit ihm zu reden, ohne ihn zu küssen, ihn zu berühren, seine Stimme zu hören. Sein Fehlen schmerzt so sehr. Noch nicht mal ein flüchtiger Blick seinerseits. Und ich... Ich versuche ihn so oft wie möglich anzuschauen, versuche sein Lachen in mir festzuhalten, so als wäre er vielleicht doch noch da. Diese Ignoranz macht mich fertig, ich weiß gar nicht wie ich damit umgehen soll. Es waren diese Blicke seinerseits, die mich so verzaubert haben.

Vergangenheit, Erinnerungen

26.6.08 18:37


Das Wochenende habe ich erstmal überstanden, doch das nächste naht schon. Bis jetzt ist es Gott sei Dank schon relativ verplant. Morgen Probearbeiten als Kassiererin, damit ich mir somit neben der Schule meinen Traum finanzieren kann nach dem Abi ein Jahr nach Australien zu gehen. Dann endlich mal wieder ein Treffen mit einem guten Freund, den ich in letzter Zeit viel zu selten gesehen habe, da ich meine volle Konzentration einem Menschen gewidmet habe, der mich von vorne bis hinten verarscht hat und ich trotzdem noch nicht mal in der Lage bin ihn dafür zu hassen. Immer noch ist jeder Tag, jede Minute, erfüllt von seinem Fehlen. Es ist ja auch erst 12 Tage her. Irgendwie habe ich das alles noch nicht so wirklich realisiert. Es ist so unwirklich, dass er nicht mehr da sein soll. Er hat immer wieder angerufen, hat es nicht geschafft sich von  mir zu lösen und jetzt... Jetzt hat er sich wirklich für sie entschieden. Und es tut so weh. Jedes mal wenn ich an seinem Haus vorbeifahre oder sein Auto irgendwo stehen sehe, zerreisst es mein Herz. Ich will, dass er mir in die Augen sieht... Dass er mir sagt, dass es vorbei ist... Aber dazu ist er zu feige. Nein, er verschwindet einfach so ohne ein einziges Wort. Das ist so typisch für ihn. Ich hätte wissen müssen worauf ich mich da einlasse. Aber ich war so blind, wollte das alles nicht sehen und einfach nur den Augenblick genießen. Wie kann er nur? Wie kann er mir das nur antun? Er kennt mich so gut, weiß genau wie emotional ich bin und weiß, wie sehr er mir damit weh tut. Aber er weiß auch, dass ich nach all dem nicht mehr zu ihm zurück kommen würde, deshalb versucht er es bei ihr. Sie ist naiv und vertraut ihm blind. Sie ist genau so, wie ich noch vor ein paar Wochen. Doch ich habe es endlich verstanden. Habe wieder angefangen zu sehen und den Schleier über meinen Augen abgelegt. Aber es tut so weh zu sehen. Es tut einfach nur so weh. Naiv zu sein, hat durchaus seine Vorteile. Als ich naiv war, war er noch da, in meinem Leben. Wollte es mit mir teile oder gab dies zumindest vor. Und jetzt? Jetzt ist er weg und ich sitze alleine hier und diese Leere erdrückt mich. Ich kann nicht mehr atmen ohne ihn, kann nicht mehr lachen, nicht mehr denken. Ich weiß, dass das lächerlich ist. Man sollte sein Leben nicht von einem einzigen Menschen abhängig machen und... Ich will ja auch, dass es weiter geht. Ich habe grade einen Nebenjob angenommen, fliege zu meiner Schwester nach Polen und wärme alte Freundschaften wieder auf, wobei ich diesen Begriff des "Aufwärmens" nicht passend finde, da es sich so abwertend anhört. Aber all dies kann mich nicht davon abhalten an ihn zu denken. Ich will ihn so gerne hassen, aber nicht einmal dazu bin ich fähig. Er hat mich so tief berührt in meinem Herzen, dass ich nicht einfach vergessen kann, nicht einfach so tun kann, als sei nie etwas gewesen, als hätte ich ihn nie geliebt und als wäre er nie einer der wichtigsten Menschen meines Lebens gewesen. Und das war er wirklich. Da muss doch etwas Wahres zwischen uns gewesen sein, ich kann das nicht verstehen. Er war so ein großer Teil meines Lebens, weil er mich so gut verstanden hat. Er hat immer gemerkt, wenn etwas nicht stimmte und nicht nachgelassen, bis ich ihm sagte, was los ist. Bei ihm konnte ich sein, wie ich bin. War das denn alles nur ein Spiel? Wenn dann ist er ein verdammt guter Schauspieler. Aber ich verstehe das nicht. Es wäre so einfach für ihn gewesen zu sagen, ich solle ihn in Ruhe lassen, er hätte noch nicht mal sagen müssen, dass er was mit ihr hat. Aber stattdessen macht er mir die ganze Zeit vor er würde noch Gefühle für mich haben und ich sei etwas besonderes. Ich kann nicht glauben, dass das alles nur gelogen war. Kann nicht glauben, dass es nicht gestimmt hat, wenn er neben mir gelegen hat und mir sagte, ich mache ihn glücklich. Er hat mir oft gesagt, dass er Angst habe mich zu verlieren, dass es ihm weh täte, wenn ich so offen mit anderen Kerlen reden würde, dass er Angst davor habe, dass er mir irgendwann nicht mehr genüge. Wieso tut er das? Nicht er braucht Angst haben, ich liebe ihn und er wusste das immer ganz genau, er wusste wie viel er mir bedeutet. Wäre er mir egal, hätte ich schon längst aufgegeben, denn es war wirklich nicht immer einfach. Es hat weh getan, aber ich habe um ihn gekämpft, habe nicht aufgegeben und jetzt bin ich machtlos. Ich habe ihm nie einen Anlass gegeben an mir zu zweifeln und ich dumme Kuh habe ihm vertraut. Und was macht er? Nutzt das schamlos aus. Aber man lernt aus seinen Fehlern. Vielleicht sollte man nicht so schnell vertrauen...

Just tell me how you want me
and I'll be naked stumbling
just to get a reaction, any signs of love

Nevermind me, nevermind me
I'll just cast shadows on your walls

[Maria Mena - Nevermind me]

Das drückt aus wie es war. Ich hätte alles gemacht... Habe alles gemacht, nur um von ihm eine Reaktion zu sehen, nur um zu sehen, dass er mich liebt und nicht sie will... Und jetzt... Verzweifelt...

19.6.08 20:02


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